Der Deutsche Bundestag hat im Sommer 2022 eine Enquete-Kommission eingesetzt und diese mit der umfangreichen und herausfordernden Aufgabe betraut, Lehren aus dem deutschen Engagement in Afghanistan für die künftige Außen- und Sicherheitspolitik zu ziehen.
Die ursprünglich auf zwei Jahre angelegte Arbeit der Kommission wurde bis zum Frühjahr 2025 verlängert und ist in zwei Arbeitsphasen aufgeteilt.
In der ersten Phase hat das Gremium aus zwölf Abgeordneten und zwölf Sachverständigen den gesamten Zeitraum des deutschen Engagements in Afghanistan von 2001 bis 2021 untersucht und ein politisch-strategisches Scheitern bilanziert. Mit der Veröffentlichung des Zwischenberichts am 19. Februar 2024 wurde diese Phase abgeschlossen.
In der nun laufenden zweiten Phase soll die Enquete-Kommission, auf Grundlage des Zwischenberichts, dem Bundestag Handlungsempfehlungen für laufendes und zukünftiges Krisenmanagement vorlegen. Dazu wurden fünf Untergruppen, sogenannte Clustergruppen, gebildet, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:
Clustergruppe 1: Analyse/Wissen/Konzepte/Monitoring/Evaluierung
Clustergruppe 2: Strategie und Auftragsbildung/Recht zum Einsatz/Strategische Kommunikation
Clustergruppe 3: Internationale Koordinierung/Steuerung/Einbindung
Clustergruppe 4: Rolles des Parlaments/Kontrolle/Akteursumfeld/nationale Steuerung/Koordinierung
Clustergruppe 5: Umsetzung/Wirksamkeit/Recht im Einsatz/Fähigkeiten/Instrumente/Personal/Kommunikation
Der Abschlussbericht der Enquete-Kommission soll im Januar 2025 veröffentlicht werden.